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    Containerisierung der IT-Infrastruktur: Lohnt sich der Umbau wirklich?

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    Der Umbau der IT-Landschaft zu einer Microservice-basierten, containerisierten Plattform löst viele Probleme einer Legacy-IT. Gleichzeitig erfordert er hohe Investitionen und bringt Risiken mit sich. Wie können Sie sinnvoll entscheiden, ob Sie die Transition angehen sollen?

    Die Vorteile einer containerisierten IT

    Wenn von Legacy-IT die Rede ist, ist damit in Wahrheit gemeint: Veraltete, träge, monolithische und mittlerweile unüberschaubare Systeme, die fehleranfällig, teuer im Betrieb und schwer weiterzuentwickeln sind. Die moderne Alternative dazu: schlanke, modulare Systeme, die im Wesentlichen auf Microservices und REST-APIs basieren. Um eine solche Architektur schaffen zu können, müssen die Anwendungen containerisiert und in einer Container-Plattform betrieben werden.

    Was genau bringt das für Vorteile mit sich – ohne in technische Details zu gehen?

    • Die Time-to-market für neue Features und Verbesserungen wird verkürzt und die Entwicklung kann jederzeit kurzfristig an veränderte Anforderungen angepasst werden.
    • Die Anwendungen lassen sich in Echtzeit und praktisch unbegrenzt skalieren und sind dadurch hochperformant.
    • Die Ressourcen eines Rechenzentrums oder der Cloud lassen sich durch Containertechnologie sehr viel effizienter nutzen und dadurch Geld sparen.
    • Viele Routineprozesse im IT-Betrieb lassen sich automatisieren. Dadurch können Sie beschleunigt werden und die Mitarbeiter können sich um wichtigere Aufgaben (z.B.: die Optimierung geschäftlicher Kernprozesse) kümmern.

    Die Essenz daraus: Containertechnologie löst viele alltägliche Probleme, die Innovationen ausbremsen. Sie vereinfacht den Betrieb an vielen Stellen. Sie und Ihre IT können sich stattdessen aufs Kerngeschäft fokussieren, um wertvolle Produkte und Services für Ihre internen und externen Kunden zu liefern.

    EWERK-Containerisierung-Grafik-Illustration

    Die Transition erfordert durchdachte Investitionen und Veränderungen

    Um diese Potenziale wirklich auszuschöpfen, ist nichts weniger nötig als die Transformation Ihres Unternehmens. Containerisierung bedeutet nicht nur den Wechsel von einer auf eine andere Technologie. Sie verändert die Art, wie Ihr Unternehmen arbeitet – nicht nur in der IT, sondern in vielen Bereichen.

    Containerisierungsprojekte gelingen, wenn alle Bereiche an einem Strang ziehen und sich alle als ein Team sehen. Oft vorherrschendes Silodenken – jedes Team kämpft für sich – steht dem entgegen. Begleitend zum IT-Umbau muss daher oft eine Veränderung der Unternehmenskultur und der Zusammenarbeit organisiert werden. Die Mitarbeiter müssen neues Know-how und neue Fähigkeiten erlernen.

    Dazu kommen die Investitionen und der Aufwand für den eigentlichen Aufbau der neuen Cloud-Infrastruktur und der Container-Plattform, sowie den Umbau und die Migration der Anwendungen.

    Damit kein Missverständnis aufkommt: Agile IT-Plattformen mit Containertechnologien sind mittel- und langfristig immer effizienter und fast immer günstiger als alte Bestandssysteme. Allerdings mit Betonung auf: mittel- und langfristig. Die Transition wird keine kurzfristigen Kosteneinsparungen bringen und der versprochene Nutzen ist kein Automatismus. Aber mit richtiger Planung und zielgerichteter Konzeption gelingt es Unternehmen, die Potenziale der Containerisierung kosteneffizient zu erreichen. 

    Unternehmen brauchen klare, gemeinsame Ziele

    Eine Kostenbetrachtung allein beantwortet also die Frage nicht, ob sich Containerisierung für Sie lohnt. Ebenso sollten Sie die Entscheidung nicht mit einem eingeengten Blick auf das IT-Projekt allein treffen; die Herausforderungen sowie der Nutzen für Ihr gesamtes Unternehmen müssen berücksichtigt werden.

    EWERK-Ziele-Visionen-IT-Infrastruktur
    Der Umbau Ihrer IT-Architektur ist ein wichtiger Schritt, um als ganzes Unternehmen schneller, innovativer und wettbewerbsfähiger zu werden – um letztlich Ihre strategischen Geschäftsziele zu erreichen. Wie können Sie also Kosten und Nutzen für sich abwägen und eine Entscheidung treffen? Sie müssen folgenden „Dreisatz“ lösen, mit Blick auf Ihre individuelle Situation:

    • Welche strategischen Ziele hat Ihr Unternehmen?
    • Inwieweit kann die IT diese Ziele unterstützen?
    • Wenn die IT ein Treiber sein kann, ist die Containerisierung (von Anwendungen oder Workloads) dafür das richtige Mittel?

    Der Umbau ist kein Selbstzweck. Er ist nur dann sinnvoll, wenn die anfangs beschriebenen Vorteile von Containertechnologie Ihre Unternehmensziele unterstützen. Sind Sie überzeugt, dass es das Richtige ist? Binden Sie Management und Fachabteilungen in den Entscheidungsprozess mit ein. Klären Sie die Erwartungen und schaffen Sie ein gemeinsames Verständnis Ihrer Ziele.

    Bevor Sie die Transition angehen, brauchen Sie die Unterstützung aller Bereiche. Alle müssen bereit sein, sich selbst zu verändern und den manchmal schwierigen Weg durch die Übergangsphase mitzugehen. Ihr Return-on-Invest hängt letztlich nicht von kleinteiligen Kostenberechnungen und technischen Details ab. Sondern davon, dass Sie die Transition ganzheitlich und konsequent angehen, um alle Erfolgstreiber zu nutzen und nachhaltig Ihre Geschäftsziele zu erreichen.

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