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    Blockchain ist die Antwort. Noch Fragen?

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    Ab jetzt in wahre Wertschöpfung investieren!

    Jeder kennt Blockchain, ohne davon gehört zu haben. Denn mittlerweile ist die Digital-Währung „Bitcoin“ (und derzeit 2.250 andere Crypto-Währungen auch) in aller Munde und Medien. Sie ist die prominenteste Anwendung einer Technologie, die den Handel und das Geschäft mit Vertrauen komplett auf den Kopf stellt – weltweit.

    Spotify digitalisiert unsere Musik, statt Briefen versenden wir WhatsApps – tausende Apps und Internet-Anwendungen lassen immer mehr Alltägliches aus den Regalen, Haushalten und Firmen in die digitale Sphäre wandern. Meist stehen ein oder mehrere Unternehmen hinter solcher Technologie. Doch manchmal schimmert dann doch der im Grunde demokratische Gedanke des Internets in einer Innovation durch. So ist es bei der Blockchain.

    Denn ausnahmsweise steckt eben keine Firma hinter der Erfindung. Die Blockchain startete mit einem kleinen Paukenschlag: Ein oder mehrere Hacker veröffentlichten unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ein White Paper – sozusagen ein ausgearbeitetes Gedankenexperiment – über die Implementierung einer sogenannten Kryptowährung. Bitcoin – und damit die Blockchain – waren geboren. Die Identität des oder der Hacker ist dabei bis heute ein Rätsel geblieben, und die Blockchain-Technologie ist völlig öffentlich verfügbares Wissen.

    Wie der Name bereits verrät, ist die Blockchain im Grunde nichts weiter als eine Liste von verketteten Datenblöcken, in denen Transaktionen aufgelistet sind. Diese Liste liegt wiederum nicht an einem zentralen Ort, sondern ist verteilt auf hunderte, tausende, zehntausende oder mehr Rechner, die sich regelmäßig untereinander abgleichen und neue Transaktionen austauschen. Zudem ist die Liste öffentlich, wodurch maximale Transparenz erschaffen wird.

    Das Besondere dabei ist, dass die Verkettung durch bestimmte mathematisch-kryptografische Verfahren erfolgt: Wird nachträglich ein Block geändert oder gefälscht, können die nachfolgenden Blöcke nicht mehr validiert werden. Das macht die Blockchain für alle Bereiche interessant, in denen es um Nachvollziehbarkeit bei Transaktionen geht – also im Grunde für jede Art von Handel und Geschäfte ums Vertrauen.

    Ursprüngliche Anwendung: Die Währung

    Wie funktioniert also Blockchain etwa im Falle von Bitcoin ganz konkret? Bei regulären Finanztransaktionen, etwa bei Überweisung oder Abbuchungen, sind meist ein oder mehrere Banken beteiligt. Wir vertrauen darauf, dass diese Banken die Transaktionen wie beauftragt durchführen. Die Finanzkrise hat jedoch das Vertrauen in die traditionellen Banken und Währungen erschüttert. Auch hierher rührt die Idee einer dezentralen digitalen Währung.

    Wo liegen die Unterschiede? Zunächst: Es gibt keine zwischengeschalteten Banken. Alle Transaktionen werden nachvollziehbar und manipulationssicher in der Blockchain gespeichert. Die bekannteste Ausprägung ist Bitcoin.

    Um bei Bitcoin teilnehmen zu können, wird zuallererst eine Bitcoin-Adresse benötigt. Dafür braucht es zunächst ein Schlüsselpaar aus öffentlichem und privatem Schlüssel, das über ein kryptographisches Verfahren erzeugt wird. Die Bitcoin-Adresse wird anschließend aus der Kurzform des öffentlichen Schlüssels gebildet. Mit der Adresse wird ein digitales Portemonnaie („Wallet“) verknüpft. Im Unterschied zum normalen Portemonnaie werden dort keine absoluten Geldbeträge gespeichert, sondern nur die Guthaben, die der Bitcoin-Teilnehmer in seinem Wallet empfangen und noch nicht wieder weiterüberwiesen hat.

    Für eine Bitcoin-Transaktion werden Sender- und Empfängeradressen und der zu transferierende Betrag benötigt. Die Transaktion wird mit dem privaten Schlüssel signiert und an alle bekannten Knoten im Bitcoin-Netzwerk gesendet. Diese prüfen die Transaktion leiten sie bei Erfolg an weitere, ihnen bekannten Knoten weiter.

    Haben genügend Knoten die Transaktion geprüft, beginnt der Prozess des „Minings“. Dabei muss eine kryptographische Aufgabe gelöst werden. Üblicherweise wird das von speziellen Mining-Knoten durchgeführt, die über entsprechend Rechenkapazitäten verfügen. Wenn die Aufgabe von einem Miner gelöst wurde, wird ein neuer Block erzeugt und der Blockchain hinzugefügt: Die Transaktion ist somit bestätigt und gültig... und derzeit schon sehr langsam... eine Schwachstelle des Systems.

    Damit sich der Aufwand für den Betrieb von Mining-Knoten lohnt, werden bei erfolgreichem Mining neue Bitcoins augeschüttet. Da jedoch die Anzahl der Bitcoins insgesamt auf ca. 21 Millionen beschränkt ist, sinkt mit jedem erzeugten Block der Höhe der Belohnung. Heißt: Es lohnt immer weniger, welche zu produzieren und es gehen ja immer wieder welche verloren. Der Wert steigt. Wir schätzen bis ca. 30.000 €. Andere „Währungen“ werden folgen.

    Neue Felder: Smart Contracts

    Digitale Währung sind nicht die einzige Ausprägung der Blockchain-Technologie. Mit der zunehmenden Digitalisierung werden Smart Contracts als das „Killer-Feature“ für die Blockchain gehandelt. In Smart Contracts werden Vertragsbedingungen und Leistungsaustausch digital kodiert. Die Idee dahinter gibt es schon länger, und jeder kennt sie durch Getränkeautomaten: Dort wählt man ein Produkt aus und wirft Münzen ein. Der Automat verbindet dann beide Tätigkeiten zu einer Transaktion.

    Neu und spannend ist die Verbindung dieser Idee mit der Blockchain: Denn ein dort kodierter Smart Contract kann nachträglich nicht mehr geändert werden. Der Vertrag bleibt auch in Zukunft vollumfänglich nachvollziehbar.

    Die zunehmende Verbreitung des Internet of Things und vernetzten Geräten macht die Technologie für viele Sparten interessant. Smart Contracts können prinzipiell überall dort eingesetzt werden, wo Leistungen in digitaler Form abgebildet werden können.

    Einige Beispiele:

    • Krankenversicherung können ihre Kunden mit geringeren Beiträgen belohnen, wenn sie per Fitnesstracker sportliche Aktivität nachweisen – erste Ansätze gibt es hier schon.
    • Kreditinstitute könnten bei ausbleibender Ratenzahlung Geräte wie Autos oder Unterhaltungselektronik stilllegen, ohne dass noch ein Gerichtsvollzieher notwendig wäre.
    • Ein anderer interessanter Bereich für die Anwendung von Smart Contracts ist der Energiesektor. So können Stromlieferungen an Autoladestationen flexibel und direkt abgerechnet werden – ein wichtiger Baustein für die Verkehrs-Wende hin zur E-Mobility.

    Hat die Blockchain-Technologie das Zeug zur Revolution, oder ist sie eher nur eine logische Konsequenz der technischen Entwicklungssprünge in Zeiten der Digitalisierung und macht Währungen und bestehende Vertrauensbeziehungen (Verträge jedweder Art) obsolet? Ganz klar ersteres: Denn sollte sie sich durchsetzen, werden ganze Geschäftszweige an Bedeutung verlieren. Banken, Börsen, Auktionshäuser werden obsolet oder müssen ihre Geschäftsmodelle anpassen. Der Einzelhandel wie auch der Großhandel könnten sich viel Aufwand sparen und müssten sich neu aufstellen – richtig wofür noch Handel und nicht nur Logistik?

    Die Blockchain-Technologie hat also das Zeug, Transaktionen direkter, unmittelbarer und ein Stück einfacher, oder sogar überflüssig zu machen. Wir brauchen keine Vermittler mehr, keine Plattformen, über die wir uns absichern. Sie gibt uns die Möglichkeit, selbst Herr des Handelns zu werden und sie gibt uns die Chance in wahre Wertschöpfung zu investieren – der richtige Weg zur Wissensgesellschaft.

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