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    Ritt durch die Hölle: So vermeiden Sie typische Fallen der Blockchain

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    Hoher Rechenaufwand, Sicherheitsbedenken, unklare Einsatzszenarien: Die Blockchain steht unter Beschuss. Wir sagen: Das wird schon.

    Himmelhochjauchzend – zu Tode betrübt: Die Blockchain und daraus entstandene Krypto-Währungen wie etwa Bitcoin oder Ethereum waren auf Achterbahnfahrt. Noch vor einem Jahr feierte die Öffentlichkeit die neuen Zahlungsmittel und ihre Technologie als Allheil- und Wundermittel. Credo: durch den dezentralen Ansatz könne alles Mögliche demokratisiert werden – Handel, die Besitzansprüche von Grundstücken, der Zugang zu Geld und vieles mehr. In einem ersten Teil hatten wie die Chancen der Blockchain ausführlich beleuchtet.

    Ein Jahr später ist dem Rausch die Ernüchterung gewichen. Mit zunehmender Verbreitung werden die Stimmen der Kritiker lauter, die in der Blockchain-Technologie auch auf negative Aspekte aufmerksam machen. Fast scheint es, als müsste die Blockchain nun wie einst Dante durch das Inferno der Unterwelt, um sich zu läutern:

    Höllenkreis Sicherheit: Das eigentlich zur Validierung von Transaktionen gedachte Konsensverfahren kann auch gegen die Blockchain gerichtet werden. Verabreden sich mehr als 50 Prozent der am Konsens beteiligten Knoten, so können manipulierte Blöcke in die Chain eingefügt werden. Tatsächlich kann es also passieren, dass ein und dasselbe Digitalgeld mehrere Male in Umlauf gebracht wird. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, aber in der Hölle gelten wohl eigene Regeln.

    Höllenkreis Umwelt: Gerade die erste Anwendung der Blockchain, die Digitalwährung Bitcoin, hat einen entscheidenden Nachteil: Jeder neue Bitcoin muss „geschürft“, also errechnet werden. Dabei steigt der Aufwand mit jedem neuen Bitcoin. Schon heute ist der Energieaufwand zum Schürfen eines Bitcoins ins Unermessliche gestiegen. Mittlerweile entspricht der Stromverbrauch, der fürs Schürfen genutzt wird, beinahe dem des gesamten Landes Argentinien. Einzelne Staaten wie Island haben deswegen das Schürfen von Bitcoins bereits unter drakonische Strafe gestellt.

    Höllenkreis Recht: In der Blockchain können nicht nur Finanztransaktionen gespeichert werden, sondern alle möglichen Arten von Geschäften und Daten. Dabei wandern zunehmend auch strafrechtlich relevante Inhalte unlöschbar in die Blockchain – und entziehen sich so der Rechtsprechung der internationalen Staatengemeinschaft. Die Staaten wiederum wehren sich mit knallharten Verboten – etwa, indem sie den Betrieb eines Blockchain-Knotens verbieten.

    Höllenkreis Einsatzgebiet: Erst schallte es laut, die Blockchain werde alle Lebensbereiche revolutionieren und auf den Kopf stellen. Das ist schlicht nicht der Fall: Es gibt Dinge, die lassen sich durch Blockchain nicht grundlegend verändern. Was soll auch etwa beim Verzehr eine Banane durch neue Technologie denn besser werden? Die überhöhten Versprechen der frühen Stunde führen nun direkt ins Fegefeuer der leeren Marketing-Phrasen.

    Die Blockchain muss nun das Fegefeuer im Tal der Enttäuschungen durchschreiten.

    Doch wie auch in Dantes göttlicher Komödie lassen sich die Kreise unbeschadet durchschreiten – wenn man auf die richtigen Aspekte achtgibt.

    Sicherheit: Die Blockchain entwickelt sich ständig weiter. Das behäbige Verhalten steht dabei im Fokus, insbesondere hinsichtlich der Sicherheitslücken. Noch haben konventionelle individualisierte Lösungen die Nase vorn: Sie sind geschaffen, genau diese eine Funktion zu erfüllen, für die sie gebaut wurden. Doch die Blockchain wird sich mittelfristig als Standard durchsetzen: Kopfmonopole sind out; Open Source und Input zur Weiterentwicklung durch die klügsten Köpfe aus aller Welt werden die Blockchain-Technologie zu neuen himmlischen Höhenflügen verhelfen.

    Umwelt: Neuere Anwendungen der Blockchain setzen auf neue ausgeklügelte und weit weniger aufwändige Konsensmechanismen, mit denen neue Register erschaffen werden können. Auch hier gilt: Die Internationale Entwicklergemeinde wird sich dieser Herausforderung zu stellen wissen.

    Recht: Die Blockchain ist zutiefst demokratisch. Dementsprechend muss und wird sie sich selbst regulieren, mithilfe der zahllosen Entwickler und Anwender. Wo nötig, werden staatliche Ermittler unterstützenderweise eingreifen und kriminellen Machenschaften das Handwerk legen – so wie bereits heute im Darknet üblich.

    Die Blockchain ist also quasi die Suche der Lösung nach einem Problem. Wer das verinnerlicht hat, macht sich auf den richtigen Weg.

    Hinsichtlich des Einsatzgebiets sind ein klarer Kopf und saubere Planung der Schlüssel zum Erfolg. Mit dem richtigen Partner an der Hand und einem funktionierenden Leitfaden zur Entscheidungsfindung lassen sich Sinn und Zweck besser explorieren. Im nächsten Teil unserer Serie werden wir genau dies unter die Lupe nehmen: coming soon.

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