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    Cloud ist nicht gleich Cloud (Update 20.08.2019)

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    Was ist die Cloud – und gibt es überhaupt „die Cloud“? Tatsächlich existieren ganz unterschiedliche Verwendungszwecke. Wann ist Cloud-Computing sinnvoll? Wichtig ist die richtige Balance zwischen privater und öffentlicher Cloud.

    Die Cloud, das unbekannte Wesen?

    Mitnichten: Seit Beginn der 2010er Jahren gilt die Cloud als eines der Pfeiler des Informationszeitalters, als Wundermittel für alle möglichen Digitalisierungs-Dienste. Das lässt sich besonders gut an den stark boomenden Angeboten der amerikanischen Platzhirsche erkennen: Amazon mit seinem AWS-Dienst genauso wie Microsoft mit Azure verzeichnen seit Jahren schier unglaubliche Zuwachsraten. Damit haben sie sich als Teil der weltweiten Internet-Infrastruktur unentbehrlich gemacht.

    Für wen sind Cloud-Anwendungen sinnvoll?

    Doch nicht für jedes Gewerbe, nicht für jeden Zweck sind diese uniformen Public Clouds das passende Werkzeug. Einerseits sind manche Daten zu kritisch, als dass man sie in einem Serverpark ablegt, den man mit vielen anderen teilt – etwa im medizinischen Umfeld oder bei Forschung und Entwicklung. Zum anderen braucht es für manche Branchen Cloud-Dienste, die wirklich immer verfügbar sind – und bei denen klare Zuständigkeiten, Abläufe und vor allem auch Ansprechpartner für Verlässlichkeit sorgen. Kritische und öffentliche Infrastruktur wie Stromnetze oder Krankenhäuser zählen hier dazu.

    Cloud-Anbieter für Endanwender und für Unternehmen

    Cloud-Angebote gibt es in Deutschland immer mehr. Gerade hierzulande müssen sie den strengen Regeln der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) beziehungsweise der General Data Protection Regulation (GDPR) der Europäischen Union entsprechen. Dazu gehört auch, dass personenbezogene Daten immer auf europäischem Boden abgelegt sein müssen.
    Tatsächlich sind allerdings beinahe alle Arten von Daten irgendwie personenbezogen – also müssen alle Daten, die in der Cloud abgelegt werden, auch entsprechend geschützt sein. Auch deswegen sprießen in Deutschland immer neue Anbieter aus dem Boden. Die bekanntesten Cloud-Lösungen für Endanwender sind hierzulande Magenta Cloud, Next Cloud und AB Cloud – sie eignen sich jedoch als Public Clouds meist nur bedingt zum Einsatz in Unternehmen, die jeweils ganz spezielle Bedürfnisse an Ihre Cloud haben.

    Drei Zutaten der Cloud

    Was ist die Cloud eigentlich? Aus welchen Zutaten besteht sie? Die Cloud ist nichts als ein Park von vielen Rechnern, die per Internet erreichbar sind. Drei Zutaten definieren die klassische Aufstellung: Rechenleistung, Speicherplatz und Arbeitsspeicher. Diese Dreifaltigkeit hat bis heute noch Geltung – und doch hat sie sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Denn wo früher Veränderungen der Konfiguration so aufwändig waren, dass ganze Racks heruntergefahren werden mussten und erhebliche Downtimes zustande kamen, ist heute maximale Flexibilität an der Tagesordnung.

    So wird die Cloud flexibel und einfach

    Sogenannte Software Defined Networks helfen heutzutage, das Netz einfacher zu verwalten. Die Hardware muss nicht mehr manuell konfiguriert werden und geben dem Administrator größtmögliche Flexibilität, um abgekapselte, autarke Umgebungen mit wenigen Klicks zu konfigurieren und aufzusetzen.
    Damit werden private Clouds zur echten Alternative zu den großen Anbietern, denn die komplexen Infrastrukturen eines Rechenzentrums lassen sich mit vergleichsweise kleinem Aufwand in kleinere, elastische Infrastrukturen herunterbrechen.

    Vorteile von privaten Clouds

    Die Landschaft der Lösungen für solche privaten Clouds ist riesig. Sie unterscheiden sich bisweilen drastisch im Funktionsumfang und in der Entwicklungsgeschwindigkeit. Eine attraktive, offene Variante ist CloudStack. Es kombiniert die Stärken beider vorangegangener Lösungen:

    • Sie ist flexibel bei der Veränderung von Konfigurationen;
    • Es lassen sich autarke Umgebungen mit wenigen Klicks aufsetzen;
    • Sie ist ein funktionierendes, ausgereiftes Produkt mit einer aktiven Community.

    Ich selbst nutze CloudStack für mehrere der Projekte, an denen ich arbeite und beteilige mich soweit wie möglich in der Community. Davon profitiere nicht nur ich, sondern auch mein Arbeitgeber – und natürlich die Community: eine Win-Win-Win-Situation. Warum OpenSource gerade bei Cloud-Lösungen so wichtig ist, lesen Sie hier.

    Private Cloud ist nicht kompliziert

    Das Ziel für jedes moderne Unternehmen muss es sein, ein Portfolio von Cloud-Lösungen bereit zu halten, um Cloud-Komponenten agil und flink an die jeweiligen Anforderungen des Projektes anpassen zu können – und zwar, anders als früher, ohne viel Manpower. Das ist ein wesentlicher Faktor, den viele Unternehmen unterschätzen:

    Public und private Cloud schließen sich nicht aus

    Derzeit lässt sich auch die Tendenz beobachten, Public Clouds in Private Clouds zu erweitern. Man setzt also den unkritischen Teil bei den großen, bekannten Anbietern ab und zimmert sich für sensible Bereiche eine kleine, maßgeschneiderte private Cloud. Gerade dann ist jedoch auch Vorsicht geboten: Denn die Schnittstellen zu Public Clouds müssen absolut hermetisch sein, um höchste Datensicherheit zu gewährleisten.

    Risiken der Public Cloud

    Diese Vermengung von Public und Private Cloud ist jedoch möglich – und notwendig! Denn einerseits sind die großen Anbieter in einigen Disziplinen ungeschlagen – unter anderem natürlich beim Preis. Andererseits können sie lange nicht alle Bedürfnisse abdecken. Und man sollte sich nie von einem Anbieter abhängig machen: Denn wenn der plötzlich seine Strategie ändert, können ganze Geschäftsmodelle baden gehen.

    Know-How für die Cloud

    Meiner Meinung nach werden die Unternehmen gewinnen, die weiterhin das Know-How der Private Cloud halten und sich dennoch für Public Cloud öffnen. Mehr noch: Es gewinnen die Unternehmen, die geschickt Teile der Infrastruktur der großen Anbieter nutzen. Etwa, indem man die Interkontinental-Datenkabel von Amazon mietet. Und dann aber eigene Server mit höherem Service Level Agreement für die Datenlagerung und -verarbeitung nutzt. Dank der richtigen Balance zwischen Private und Public Cloud werden neue Geschäftsmodelle entstehen, von denen viele Unternehmen und Branchen in Zukunft profitieren werden. Für sie alle wird die Cloud bald kein unbekanntes Wesen mehr sein, sondern ein passgenaues Tool für ihren neuen, besseren, digitalen Arbeitsalltag.

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