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    Digitale Privatsphäre: Wer abschaltet, hat die Digitalisierung nicht verstanden

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    E-Mail, WhatsApp, Social Media – die digitale Kommunikation verformt unsere Privatsphäre. Doch Verzicht ist der falsche Weg: Denn die Geräte selbst lehren uns den richtigen Umgang.

    Wir haben die Welt in der Hosentasche, messen die Performance nach dem Marathon per Smartwatch und tragen neuerdings sogar T-Shirts, auf denen Internet-Inhalte flackern. Smartphone und Wearables beeinflussen die Privatsphäre, durchdringen die intimsten Bereiche, verändern unseren Umgang mit Menschen. Viel mehr Menschen als früher können uns nah sein, auch wenn wir sie im Real Life kaum kennen.

    Was bedeutet dann noch Privatsphäre im Zeitalter der Digitalisierung? Überhaupt: Was ist Privatsphäre?

    Die physische Privatsphäre des Menschen bemisst sich mit dem Radius einer Armlänge. Diese unsichtbare Wand darf nur der innerste Zirkel aus Verwandten und Freunden durchschreiten. Wen wir hindurchlassen, entscheiden wir scheinbar intuitiv, auch durch Ausnahmen wie etwa den Handschlag oder die in Frankreich üblichen Begrüßungsküsschen, die bises.

    Die soziale Privatsphäre wird innerhalb der eigenen vier Wände verortet. Auch diesen Raum dürfen nur ausgewählte, vertrauenswürdige Menschen betreten. Grund: Hier schläft und entspannt der Mensch. Er tut Dinge, die er anderen Menschen vorenthalten möchte.

    Neugier vs. Informationsverarbeitung

    Die Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit durch Smartphone und Co. – insbesondere im privaten Raum – verändert diese Privatsphäre eklatant. Grund hierfür ist einer der innersten menschlichen Triebe: Die Neugier. Manche Menschen haben einen so unersättlichen Drang nach neuen Informationen, dass ihnen jede Minute außerhalb der digitalen Sphäre langweilig erscheint. Dem entgegen steht die Notwendigkeit nach Informationsverarbeitung. Sie ist wie die Verdauung nach einer Mahlzeit und benötigt Zeit und Leerlauf.

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    Die plumpe Antwort auf diesen Konflikt: Geräte abschalten. Doch das ist fortschrittsfeindlich und zu kurz gedacht. Denn die Datenströme, die auf uns einwirken, und diejenigen, die wir produzieren, können die Devices für uns intelligent verarbeiten.

    Wir können die Spannung zwischen digitaler Sphäre und digitaler Privatsphäre mit ebenjenen digitalen Mitteln auflösen, indem die Geräte uns unterstützen, mehr und besser mit der realen Welt zu interagieren. Nicht der Nutzer sucht, sondern die künstliche Intelligenz schlägt aktiv vor.

    Das ist die Zukunft: Das Smartphone schickt den Nutzer auf Basis intelligenter Verknüpfung von Standort, Wetter, Social Media und Co. zu Freunden, in den Park oder auf kulturelle Veranstaltungen. Und lässt uns Momente erleben oder Entspannung genießen, die wir ohne die Intelligenz der Algorithmen nicht in Erwägung gezogen hätten.

    Gleiches gilt für die Berufswelt: Schon heute klopfen Smart Watches sanft am Handgelenk, sobald der Nutzer zu lange sitzt. Doch das kann nur der Anfang sein: In größeren Unternehmen ist eine kritische Masse an Mitarbeitern vorhanden, um beispielsweise Pausen-Aktivitäten zu Crowdsourcen. Tischtennis, Kicker, Joggen oder auch Kaffeeschlürfen quer durch Abteilungen und Unternehmen – und gleichzeitig eine Entlastung vom digitalen Informationsfluss. Ganz nebenbei ein Traum für jede Personalabteilung, um den Zusammenhalt der Firma ohne großes Zutun zu stärken.

    Wer abschaltet, hat die Digitalisierung nicht verstanden. Wir müssen intelligenter mit den Informationen umgehen – im weitesten Sinne also agital Denken – und Nutzer aktiv unter Beachtung gesundheitlicher Aspekte beraten. Denn ohne Zweifel gilt: Um uns online zu entfalten, benötigen wir den Offline-Modus – ein komplettes Abschalten ist jedoch keine Lösung.

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