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    Stimmungs-Scan: Unser Hirn verrät, ob wir Fehler machen werden

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    Wer an kritischen IT-Infrastrukturen arbeitet, darf so gut wie keine Fehler machen. Mithilfe von Hirnstrom-Messungen kann man den Gemütszustand der Team-Mitglieder checken – und feststellen, ob sie in der Verfassung für fehlerfreies Arbeiten sind. Die Technik existiert bereits.

    Der Druck der Verantwortung in der IT ist so manches Mal extrem hoch: Innerhalb kürzester Zeit sollen Netzwerke wasserdicht konfiguriert oder Datenberge reibungsfrei migriert werden. Handelt es sich dann noch um grundlegend wichtige IT-Infrastruktur wie etwa für den Betrieb von Stromnetzen oder zur Verwaltung von Krankenhäusern, wächst der Druck ins Unendliche.

    Ich persönlich verantworte ein Team, das die Wartung und den Rund-um-die-Uhr-Betrieb gleich mehrerer solcher Systeme stemmt. Diese IT-Infrastrukturen benötigen höchsten Schutz und einen besonders zuverlässigen Betrieb. Durch einige teilweise sehr kostenintensive Maßnahmen kann man Fehlern vorbeugen. Dazu gehören Richtlinien, technisch-organisatorische Maßnahmen, Zertifizierungen, Trainings und besondere Sorgfalt bei der Personalauswahl. Doch lassen sich Fehler dadurch ausschließen? Sicherlich nicht. Immer wieder ist es der Faktor Mensch, der am Ende zu Störungen und Problemen führt, die Technik alleine ist eher selten schuld.

    Denn Menschen sind nun mal nicht perfekt, selbst wenn man ihnen Hilfsmittel auf den Weg gibt. Und das ist auch in Ordnung so.

    Das brachte mich als Medizin-Begeisterten zum Nachdenken. Wäre es nicht möglich, Fehler dadurch zu vermeiden, dass man den Gemütszustand eines Mitarbeiters direkt während einer besonders kritischen Tätigkeit messen kann? Schließlich sind es immer dieselben Faktoren, die uns zu Fehlern treiben: Aufregung (Arousal), Interesse (Valence), Stress (Frustration), Engagement / Langeweile, Aufmerksamkeit (Fokus) und Meditation (Relaxation) sind Zustände, aus deren Kombination man die aktuelle Fehlerwahrscheinlichkeit tatsächlich sofort ableiten kann.

    Stimmungsscan

     

    Möglich wird dies durch eine vom Neurofeedback bekannte Analyse von Alpha-, Beta-, Gamma-, Delta- und Theta-Wellen im Gehirn mittels EEG. Würde man diese messen, dann könnte ein Mitarbeiter in Echtzeit erkennen, ob er lieber Hilfe in Anspruch nehmen, die Tätigkeit abbrechen oder die Arbeitssituation ändern sollte. Damit lassen sich Fehler mit weitreichenden Folgen vermeiden und die Qualität der Arbeit verbessern.

    Wohlgemerkt: Ich schlage nicht vor, Teams auf diese Weise zu überwachen. Vielmehr möchte ich den Mitarbeitern selbst eine weitere Hilfe an die Hand geben – nämlich einen Stimmungs-Scan zum Selbstschutz vor Fehlern.

    Das Gehirn ist ein sehr komplexes System. Doch der frontale Kortex, die Region, in der die meisten unserer bewussten Gedanken und Entscheidungen getroffen werden, umfasst weniger als ein Zehntel der gesamten Aktivität im Gehirn. Dort müssen wir hinsehen, wenn wir Fehler entdecken wollen. Heute reicht ein kleines Headset aus, um diese Hirnregion und ihre Aktivität zu messen – ohne aufwändige EEG-Gerätschaften und ohne Erschwernisse bei der Arbeit. Der Trend zur Mobilität und Miniaturisierung hat eben nicht nur Verbraucher-Endgeräte, sondern auch das medizinische Equipment erfasst.

    Das Forschungsfeld an sich ist nicht neu: Neben des Echtzeit-Monitorings der mentalen Leistungsfähigkeit finden sich bereits heute viele interessante Anwendungen von Hirnstrommessungen. Einige trainieren auf diese Weise erfolgreich ihre Konzentration – etwa Kinder, die unter ADHS leiden. Behinderte Menschen wiederum können über Hirnströme Impulse an Geräte aussenden, die ihnen helfen, den Alltag zu bewältigen.

    Tatsächlich ist das Feld der Hirnstrom-Messungen also wissenschaftlich bereits etabliert – wir müssen es nur noch auf neue Anwendungen übertragen.

    Meine Idee: Wir erstellen mit unserer Expertise als Software-Entwickler eine Lösung, die wir selbst testen und einsetzen können – letztendlich zum Wohle unserer Kunden, denen wir eine bessere Qualität bieten können. Und wer weiß – vielleicht möchte ja jemand mit einsteigen und mitforschen?

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