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    Sorry, aber Ihre Stadt ist zu klein

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    Seit Entstehung der ersten Städte ist der urbane Raum Treiber von gesellschaftlichen Fortschritten. Durch die Digitalisierung werden nun mittelgroße Metropolen abgehängt. Für sie heißt es: Radikale Veränderung oder brutale Schrumpfkur.

     

    Blickt man auf die Geschichte der Menschheit zurück, so stellt sich heraus: Staaten, wie wir sie heute kennen – mit Steuern, Gesetzen, Ordnung – entstammen den Metropolen des Mittelalters. Zahlreiche der heute relevanten Errungenschaften – seien sie materieller oder intellektueller Art – entwickelten sich aus dem Sog, der durch die Verdichtung der Stadt entsteht. Sie wurden aus der Not geboren, das Zusammenleben vieler Menschen auf engem Raum zu organisieren.

    Ähnliches erleben wir jetzt im Zeitalter der Digitalisierung. Der urbane Raum und die Fortschritte der Digitalisierung stehen meines Erachtens in enger Wechselwirkung. Durch weitere Verdichtung des Lebensraums etwa in München, Paris oder London entsteht ein Leidensdruck für neue Lösungen, um das Zusammenleben zu erleichtern.

    Sensoren und die daraus gewonnenen Daten – insbesondere über einen längeren Zeitraum und mit weiteren öffentlichen Daten intelligent verknüpft – nehmen dabei die Hauptrolle ein. Ein Beispiel: Verkehrsströme können auf diese Weise nicht nur aktiv gelenkt werden – so wie heute beim Navi –, sondern könnten vorhergesagt werden. Stichwort Predictive Traffic Management: Man schaut nicht nur auf das aktuelle Verkehrsaufkommen, sondern auch auf Arbeits- und Feiertage genauso wie auf den Kalender der Fußball-Bundesliga und von Konzerthallen. Daraus resultieren Zuschauerströme, die man im Voraus berechnen kann – und die sich nun besser steuern lassen. Dabei werden vom Rechner Lösungen gefunden, die kein noch so ausgefuchster Taxifahrer finden könnte. Kurz: Verdichtete Metropolen sind ein ideales Versuchsfeld für digitale Lösungen.

    Der Haken: Wie engmaschig und groß muss eine Stadt in Zukunft sein, um von Big Data profitieren zu können? Die Antwort: Sehr engmaschig und sehr groß.

    Landflucht war gestern: Die Digitalisierung wird ein Gefälle in der Anziehungskraft zwischen den Mega-Cities und mittelgroßen Städten entstehen lassen. Denn während die Metropolen durch digitale Lösungen spannender, lebenswerter und rundum besser werden – und das trotz immer stärkerem Zuzug und einhergehender Verdichtung. Denn dort, wo Menschen immer enger zusammenleben, werden Innovationen für bessere Lebensqualität entstehen. Konzepte wie das eigene Auto sind in Zukunft hinfällig. In München etwa hat man das verstanden, baut nun einen zweiten S-Bahn-Tunnel. Paris bastelt gar an einem 18 Milliarden schweren Transportnetzwerk für die ganze Region. Die Botschaft: Leute, die Stadt ist zu voll, die Luft zu schlecht, lasst gefälligst euer Auto stehen und setzt auf Nahverkehr und Taxis, Uber oder noch besser autonome Vehikel.

    Mittelgroße Städte werden sich komplett neu erfinden müssen, wollen sie nicht in diesem Sog der Mega-Cities untergehen. Galten bisher noch Universitäten als Garanten für eine gewisse Strahlkraft, werden diese in Zukunft sicher nicht mehr ausreichen: Denn die Zahl der Studierenden wird ohne Zuwanderung in den kommenden 25 Jahren stark abnehmen. Dann sieht es düster aus für das Gros der Unter-eine-Million-Städte in Deutschland, die sich hinter Berlin, Hamburg, München, Köln tummeln. Und es heißt ganz schnell: Sorry, für diese digitale Lösung ist Ihre Stadt zu klein.

    Sie glauben mir nicht? Dann versuchen Sie mal, einen Transportdienstleister wie Uber oder Lyft in Leipzig zu nutzen. Immerhin Platz 10 der größten Städte in Deutschland.

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